RIBE
Transformation RIBE-Areal — von gewerblicher Produktion zum gemischt genutzten Stadtquartier

Städtebaulicher Realisierungswettbewerb (2. Preis)
Schwabach, 2026

 

TRANSFORMATION

Das Konzept des Entwurfs greift das Vorhan­dene auf, nutzt, inter­pretiert und gliedert es in Pro­por­tion und Morphologie. 

Das RIBE-Are­al als stark­er Iden­ti­fika­tion­sort für die Bürg­er Schwabachs wird in ein zukun­ft­sori­en­tiertes Quarti­er trans­formiert mit mod­ell­hafter Iden­tität und neuen freiräum­lichen Qual­itäten. Hier entste­ht kein Wohn­quarti­er mit Sied­lungscharak­ter, son­dern ein Stück ‚Neue Alt­stadt‘ mit eigen­em Charak­ter und his­torisch­er Prägung.

 

TYPOLOGIE

Die robuste Sock­el­be­bau­ung im Erdgeschoss for­muliert raum­bildende Clus­ter, EG-Zonen und Raumkan­ten der ‚pro­duk­tiv­en Stadt‘. 

Hier entste­hen aktive Poten­ziale für Shar­ing Ange­bote, Werk­stät­ten, Gemein­schaft und soziale wie gewerbliche Infrastrukturen.

In den Obergeschossen befind­en sich Wohn­nutzun­gen, die in Holzbauweise konzip­iert sind. Die leis­tungsstarken Punk­thäuser wer­den durch ‚außen­liegende Sicher­heit­strep­pen­häuser mit frei belüftetem Gang‘ erschlossen, so dass sich für die Feuer­wehr die Anfahrt der Fas­saden zur Ret­tung mit Drehleit­er erübrigt. Die in Vor­fab­rika­tion erstell­baren Punk­thaus-Typen ermöglichen vielfältige Grun­driß-typolo­gien, die das Woh­nungsange­bot Schwabachs durch neue Wohn­for­men band­bre­it arrondieren.

 

FREIRAUM

Alle Grün- und Freiräume im Quartiersin­neren sind auss­chließlich Fußgängern und Rad­fahrern vor­be­hal­ten und lassen ein Sys­tem aus klein­maßstäblichen Gassen und nach­barschaft­sori­en­tierten Plätzen entste­hen. Die aufgew­erteten umgeben­den Straßen­räume ver­net­zen und öff­nen durch das Are­al hin­durch mit dem prächti­gen Grün­raum des Stadt­parks, der so über­all wahrnehm­bar wird.

Während die Gassen mit ihren vorhan­de­nen Belä­gen die Geschichte des Are­als erin­nern, sind die neu ent­stande­nen gemein­schaftlichen Plätze zum Aufen­thalt mit wasserge­bun­de­nen, ver­sickerungs­fähi­gen Ober­flächen geplant, kom­biniert mit Zis­ter­nen und Rigolen zur Reten­tion. Üppig begrünte Innen­höfe for­mulieren über­sichtliche Nach­barschaften als pri­vate Spiel- und Garten­bere­iche und ori­en­tieren die Wohn­be­bau­un­gen jew­eils auf eine gemein­same Mitte.

 

SUKZESSION

Das Quarti­er ist in einzelne kom­pak­te Baufelder gegliedert, die prozes­sori­en­tiert und unab­hängig voneinan­der trans­formiert wer­den. Die Abfolge sukzes­sive real­isier­bar­er Abschnitte im gesamten Are­al ergänzen die zu jedem Zeit­punkt funk­tion­ierende städte­bauliche Struk­tur. Die Rei­hen­folge der Etap­pen kann frei nach Bedarf und Bud­get erfol­gen ohne jemals frag­men­tarisch zu wirken.